Die VI. Generation

Wirtschaftswunder Ammerer

 

Heinrich Leopold (1920 - 1998) ∞ Liselotte, geb. Hannak (1924 - 1989)

>> Kinder: Leopold Heinrich, Liselotte, Margarete


Die Nachkriegszeit ist vor allem durch Mangel- und Tauschwirtschaft geprägt. Viele Artikel des täglichen Bedarfs sind schlichtweg nicht verfügbar, oftmals werden Antiquitäten und Schmuck gegen Lebensmittel eingetauscht. Auch innerhalb der Ammerer Familie läuft es nicht reibungslos. So beschließt Heinrich der VI im Jahr 1949 sein Glück vorerst in Braunau zu suchen.

Somit kommt es zu einer unabhängigen Parallelentwicklung des Unternehmens Ammerer im Innviertel. Heinrichs Gattin Liselotte hat 1945 an der Hochschule für Welthandel in Wien ihren „Diplomkaufmann“ gemacht und arbeitet gemeinsam mit Heinrich am Aufbau des Unternehmens mit.

Schnell dominiert „Ammerer Braunau“ durch dynamische und flexible Anpassung an die Marktgegebenheiten und vor allem der Spezialisierung auf Bettwaren gegenüber dem elterlichen Betrieb. Die von Anfang an von Liselotte und Heinrich gegründete offene Handelsgesellschaft übernimmt schließlich 1953 den Stammbetrieb in Ried.

In den folgenden 20 Jahren liegt die strategische Ausrichtung des Unternehmens Ammerer im großzügigen Ausbau des Betriebes in Braunau und der Expansion durch eine Filiale in Salzburg. Anfang der 70er Jahre wird auch in das eigentliche Stammhaus der Familie Ammerer in Ried – nach kurzfristiger Auslagerung des Bettengeschäftes in ein Mietlokal am Rossmarkt – wieder großzügig investiert und bereits 1973 um die Nachbarliegenschaft Hauptplatz 29 (damals Gasthaus zum Weißen Rößl) erweitert. Mit enormem Investitionsaufwand forcieren Diplomkauffrau Liselotte und – mittlerweile zum Kommerzialrat erhoben – Heinrich VI den Ausbau des Geschäftslokals Ried und etablieren gleichzeitig einen bis dato vor Ort faktisch nicht vorhandenen Möbel-, Betten- und Matratzenhandel. Mittlerweile ist das Sortiment allerdings derart angewachsen, dass die Betriebsflächen für die platzintensiven Möbel nicht mehr ausreichen. Um dem Platzmangel nachhaltig zu begegnen gründet das erfolgreiche Unternehmerpaar Filialen in Simbach am Inn und in Schärding.

Während am Standort Braunau die gemeinsamen Töchter Liselotte und Margarete die Leitung mehr und mehr übernehmen, kommt es ab 1981 zur kontinuierlichen Herauslösung des Rieder Stammhauses und den Neuerwerbungen.

 

 

 

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