Anleitung zum guten Schlaf

 

 Anleitung zum guten Schlaf

Warum schlafen wir eigentlich? Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten: Schlaf dient der Erholung und Stabilisierung unserer biologischen und geistigen Entwicklung. Damit ist guter Schlaf ein Grundnahrungsmittel für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.

Rund ein Drittel unseres Lebens verschlafen wir, daher sollten wir den Schlaf so gut wie möglich nutzen. Unser Organismus funktioniert in Zyklen von jeweils eineinhalb bis zwei Stunden, am Tag wie auch in der Nacht.

Wenn wir schlafen, erlauben diese Zyklen unserem Körper nicht nur Spannungen loszuwerden, sondern auch die während des Tages aufgenommenen Informationen zu verarbeiten. Schlafen ist für alle notwendig, auch wenn wir nicht alle gleich viele Stunden schlafen müssen, um uns zu erholen.

Die besten Voraussetzungen für eine gute Nacht schaffen die Aktivitäten am Tag (Bewegung, Ernährung, Verhalten). Wer dementsprechend nachts gut schläft, wird wiederum tagsüber besonders leistungsfähig und ausgewogen sein. Langfristiger Schlafmangel führt zu Konzentrationsschwächen, verminderter Reaktionszeit und eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Nachweislich schwächt ein nicht ausreichender bzw. schlechter Schlaf auch unser Immunsystem, was die Entstehung von Krankheiten nach sich ziehen kann. Was Sie tun können, um sich auf einen wirklich erholsamen Schlaf vorzubereiten, verrät Ihnen unsere Schlaffibel.

Der Tag entscheidet sich Nachts!

 

Schlafphasen im Verlauf einer Nacht

Der Schlaf ist kein einfaches, gleichförmiges Nicht-Wach-Sein. Vielmehr ereignen sich während unsers Schlafens eine ganze Reihe von Vorgängen, die für unser Wohlergehen von großer Bedeutung sind.

Der Schlaf-Wach-Rhythmus beruht auf Aktivitätsschwankungen im Organismus, die durch das zentrale Nervensystem angeregt und gesteuert werden (unsere innere Uhr). Egal ob Frühaufsteher oder Morgenmensch: Gesunder Schlaf soll ruhig, ungestört und vor allem ausreichend sein.

Verschiedene Schlafphasen im Verlauf einer Nacht

Wie viel Schlaf brauchen wir?

Neugeborene Babys schlafen ca. 16 Stunden und träumen davon rund die Hälfte. Im Alter von fünf bis zehn Jahren schlafen Kinder schon bedeutend weniger und eher nachts. Bei Jugendlichen nimmt die Schlafdauer weiter ab, aber werden sie zu früh geweckt, fehlt oft der für das Speichern von Gelerntem wichtige Traumschlaf. Im Erwachsenenalter reichen im Schnitt etwa sieben Stunden ruhiger Schlaf pro Nacht, wobei etwa ein Viertel des Schlafes aus Traumschaf besteht. Im höheren Alter können bereits fünf Stunden durchgehender Schlaf ausreichen, wobei sich kurze Zwischennickerchen (z.B. Mittagsschläfchen) förderlich auf Gesundheit und Leistungsbereitschaft auswirken.

Je älter wir werden, desto weniger träumen wir, und desto leichter und störbarer wird der Schlaf.

 

Schlaftipps – Schlafzimmer

Schlaftipps für Eltern und Kind

Generell gilt: Das Schlafzimmer ist zum Schlafen da! Schreibtisch, Computer, Bügelbrett, etc. signalisieren automatisch Arbeit und gehören nicht ins Schlafzimmer. Außerdem können elektromagnetische Wellen das Gehirn und den Schlaf beeinflussen. Auch wenn die Versuchung allzu groß ist: Benutzen Sie den Fernseher nicht als Einschlafmittel. Eine Musikanlage oder ein Radio darf dagegen ebenso im Schlafzimmer sein wie alles andere, was Sie entspannt. –Bitte aber mit etwas Abstand zu Ihrer Schlafstätte.

Das Schlafzimmer sollte eine ruhige, entspannende Atmosphäre vermitteln. Nicht zu kühl und nicht zu hell. Leichte Vorhänge, Jalousien oder Rollos eignen sich besser als schwere Vorhangsstoffe. Denn diese ziehen eine Menge Staub an, was sich gerade bei Allergikern nicht gerade gesundheitsfördernd auswirkt. Bei der Einrichtung ist im Schlafzimmer weniger oft mehr: Sanfte und ruhige Farben helfen beim Einschlafen, während zu viele Möbel und Einrichtungsgegenstände den Raum unruhig, da der Schläfer fortwährend von vielen Eindrücken „bombardiert“ wird.

Wer über eine Zeit von mehr als vier Wochen unter Ein- oder Durchschlafstörungen leidet oder unter Müdigkeit und Konzentrationsproblemen, obwohl er ausreichend schläft, sollte unbedingt zum Arzt gehen. Körper und Geist werden durch Schlafstörungen ausgelaugt, das Immunsystem geschwächt, dadurch wird man anfälliger für Krankheiten.

 

Schlaftipps – Bett

Designbett

Die optimale Liegestätte, Bett und Decke sollten in erster Linie groß genug für Sie sein: Die Matratze mindestens 90 cm breit und mindestens 25 cm länger als Ihre Körpergröße. Achten Sie bei der Auswahl vor allem auf Bewegungsfreiheit und Temperaturregulation. Im Schnitt bewegt und dreht sich der Mensch unbewusst zwischen 20 und 50 mal pro Nacht! Werden diese Bewegungen eingeschränkt stört das schnell einen gesunden und erholsamen Schlaf.

 

Besonders wichtig bei der Matratze ist ein möglichst hoher Liegekomfort: Die Matratze muss sich der natürlichen Form der Wirbelsäule anpassen, muss daher das optimale Maß zischen weichem Einsinken und ausreichend Stützkraft erreichen. Besonders eignen sich Mehrzonenmatratzen bei denen jede ergonomisch wichtige Körperzonen den individuellen Bedürfnissen des Schläfers entsprechen. Auch das beste Material ermüdet mit der Zeit: Daher sollten Matratzen Ihrer Gesundheit zuliebe spätestens alle 10 Jahre ausgetauscht werden.

Für die optimale Lagerung der Halswirbelsäule eignen sich Nackenstützkissen besonders gut. Durch ergonomisch richtige Lagerung des Kopfes können sich Hals- und Nackenwirbelsäule während der Nacht optimal entspannen und regenerieren. Auch die Muskulatur rund um den Nacken und Schulterbereich wird dabei ideal entlastet.

Die ideale Zudecke muss vor allem die natürliche Körpertemperatur von 37° C erhalten, ohne dass der Schläfer dabei schwitzt oder friert. Um unangenehm kalte Füße zu vermeiden, sollte die Zudecke mindestens 30cm länger als die Körpergröße sein. Um die natürliche Bewegungsfreiheit garantieren zu können, empfehlen wir möglichst leichte Füllungen wie etwa Daune. Denn gerade in den Wintermonaten ist der Schläfer oftmals unter der schweren Winterdecke „gefangen“, kann sich nicht ausreichend bewegen und erlebt damit einen unangenehmen, unruhigen Schlaf.

 

Generell gilt: Das Bett muss sich den persönlichen Bedürfnissen des Schläfers anpassen und nicht umgekehrt. Eine qualifizierte Beratung durch den Experten ist für das wirklich passende Schlafsystem unumgänglich!