Allergie - Ursache, Auswirkung und Lösung

9 Schlaftipps für Allergiker

 

 

Typische Anzeichen von Allergien sind vor allem Niesreiz und Jucken bzw. Brennen der Augen Immer mehr Menschen leiden heute unter allergischen Erkrankungen. Neben den bekannten Auslösern wie Blütenpollen, Hausstaub, Pilzen und Tierhaaren können letztlich Stoffe jeder Art beim einzelnen Menschen allergische Reaktionen ganz unterschiedlicher Stärke hervorrufen. Allergieauslöser oder Allergene werden vom Körper als Stoffe identifiziert, die unter Umständen den Organismus schädigen könnten. Der Körper reagiert auf diese Stoffe sehr sensibel und bekämpft sie.

Das lebensnotwenige und körpereigene Immunsystem zeigt bei Kontakt verschiedener allergieauslösender Substanzen eine deutliche Überreaktion: Bei prinzipiell ungefährlichem wie etwa Blütenstaub (über)reagiert der Körper oftmals mit Schnupfen, geröteten Augen, Ausschlägen, bis hin zu Beschwerden im Magen-Darm-Trakt.

Während Allergien im Anfangsstadium meistens nur als lästig empfunden werden, können im weiteren Verlauf schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen wie etwa Asthma oder sogar Schockreaktionen auftreten. Als ersten Schritt bei Allergie-typischen Beschwerden empfehlen wir frühzeitig einen Besuch beim Arzt, um die allergieauslösenden Stoffe herauszufinden und geeignete Maßnahmen ergreifen zu können.

 

Allergien rund ums Bett

Besonders im Hausstaub finden sich leider viele Stoffe, auf die Menschen allergisch reagieren können. Zweifelhafte Berühmtheit hat hier insbesondere die Hausstaubmilbe bzw. deren Ausscheidungen erlangt. Die Milbe ist für das menschliche Auge unsichtbar und gehört zu unserem Ökosystem. Ihre Anwesenheit ist vollkommen natürlich und hat nichts mit mangelnder Hygiene im Schlafzimmer zu tun. Die idealen Lebensbedingungen für Hausstaubmilben liegen bei ca. 25° Temperatur und etwa 75% Luftfeuchtigkeit. –Leider oftmals genau die Voraussetzungen, die in unseren Betten herrschen.

Was Allergien begünstigt

 

Um die Milbenanzahl und damit die Heftigkeit von Allergien im Schlafzimmer zu reduzieren, haben wir einige Tipps zusammengestellt:

- Regelmäßige Reinigung der abnehmbaren Matratzenbezüge

- Regelmäßiger Austausch der Matratzen (spätestens nach ca. 8 Jahren um ein dauerhaftes Einnisten der Milbe zu verhindern)

- Bei starken Allergien: Spezielle Bezüge für Polster, Zudecke und Matratze verwenden. Das äußerst fein gewebte Material ist für Milben und Pollen undurchlässig.

- Waschbarkeit bei Zudecke und Poster beachten. Die Bettausstattung muss bei 60° regelmäßig waschbar sein. Um Wärme- und Komforteinbußen (z.B. Eingehen) Ihrer Wäsche zu vermeiden, empfehlen wir hochwertige Materialien.

- Regelmäßig für frische Bett- und Nachtwäsche sorgen, bei 60° und länger als 60 Minuten waschen. Der Großteil der Milben wird damit abgetötet und der allergene Milbenkot abgewaschen. Idealerweise einen Trockner verwenden, um eventueller Restfeuchte vorzubeugen.

- Durch tägliches Auslüften des Bettzeugs kann das Bett gut abtrocknen und damit die Milben in ihrer Vermehrung stark einschränken.

- Das Bettgestell sollte nach unten offen sein, damit sich dort kein Feuchtigkeitsstau und damit der ideale Lebensraum für Hausstaubmilben bilden kann. Zudem erhöht dies die Lebensdauer Ihrer Schlafsystems.

- Vermeiden Sie „Staubfänger“, wie etwa dicke Teppiche, geprägte Tapeten oder schwere Vorhänge im Schlafzimmer.

- Setzen Sie regelmäßig einen Staubsauger mit hoher Saugkraft und idealerweise Wasserbehälter ein für das saugen rund um das Bett ein. ACHTUNG: Nicht zum Absaugen der Matratze verwenden, da der Bezug und besonders bei Kaltschaummatratzen auch der Kern beschädigt werden kann.

- Wischen Sie Staub mit feuchten oder antistatischen Tüchern, damit möglichst wenig Staub aufgewirbelt wird. Beim Wischen besonders an die Heizkörper denken, denn von dort wird der Staub durch die warme Luft im Raum verteilt.

 

Generell gilt für Allergiker: Je weniger Milbenbefall durch optimales Bettzeug und regelmäßige Hygiene, desto weniger intensiv die allergische Reaktion.