Schritt 3 - Auf die Qualität kommt es an

 

Mit der Wahl des passenden Materials sind Sie Ihrer neuen Matratze schon einen großen Schritt weitergekommen. Aber ob Sie nun mit Kaltschaum- oder Taschenfederkern Matratzen liebäugeln: Entscheidend für wirklich guten Schlafkomfort ist die sorgfältige Verarbeitung und Qualität des Materials. Hier erhalten sie exklusiven Einblick in die „Mysterien der Matratzenfachweltwelt“:

 

>> Raumgewicht:

Das Raumgewicht ist das vielleicht wichtigste Qualitätsmerkmal von Kaltschaummatratzen. Es beschreibt das Gewicht von einem Kubikmeter Schaumstoff vor Weiterverarbeitung. Mit anderen Worten: Je weniger Grundmaterial in der Herstellung verwendet wird, desto niedriger ist das Raumgewicht. Umgekehrt sorgt ein hohes Raumgewicht für erstklassigen Schlafkomfort und hohen Lebensdauer. Ein Mindestraumgewicht von 50 kg/m³ soll dem Rücken zuliebe immer erreicht werden.

 

>> Kernaufbau:

Hochwertige Kaltschaummatratzen zeichnen sich vielfach durch einen mehrschichtigen Kernaufbau aus. Die einzelnen Kernschichten sind aufeinander abgestimmt und garantieren eine ideale Balance zwischen Stützkraft und Punktelastizität. Um der Gewichtsverteilung und Einsinktiefe von unterschiedlichen Körperregionen gerecht zu werden sind hochwertige Kaltschaumkerne in bis zu sieben verschiedenen, aufeinander abgestimmte Körperzonen „von Kopf bis Fuß“ unterteilt. Bei sensiblen Bereiche wie etwa der Schulter- und Beckenpartie wird beispielsweise weicherer und damit leichter nachgebender Schaumstoff verwendet, während im Bereich der Wirbelsäule mit festerem Material für optimale Stützkraft gesorgt wird. Mittels optimaler Zonenabstimmung kann der Körper gleichmäßig einsinken, wodurch die Wirbelsäule auf gesamter Länge ihre natürliche Doppelkrümmung beibehält. Durch dieses ergonomisch richtige Liegen kann sich der Körper von der Hals- bis zur Lendenwirbelsäule ideal regenerieren und Schmerzen und Verspannungen vorbeugen.

 

>> Schnitttechnik:

Bei besonders hochwertigen Kaltschaumkernen werden durch spezielle Einschnitte die natürlichen Klimaeigenschaften, sowie das gleichmäßige Einsinken des Körpers zusätzlich unterstützt. Die unterschiedlichen Schnitttechniken sind ein gutes Indiz hinsichtlich der Qualität des Matratzenkerns und variieren daher besonders stark: Einfache Kerne weisen vielfach überhaupt keine Einschnitte auf, während erstklassige Kaltschaumkerne oft sehr komplexe und durchdachte Schnittmuster aufweisen. Als gängige Schnitte gelten beispielsweise Wellenschnitt und Würfelschnitt: Das Wellenschnittverfahren fördert durch oberflächige Rilleneinschnitte die Atmungsaktivität und Luftzirkulation des Kerns, da bei jeder Körperbewegung angestaute Luft automatisch an die Umwelt abgegeben wird. Durch Würfelschnitttechnik wird der Kern punktelastischer und weicher und wird daher speziell im Schulter- und Beckenbereich bei hochwertigen Kaltschaumkernen angewandt. Idealerweise empfiehlt sich eine gut aufeinander abgestimmte Kombination aus verschiedenen Schnitttechniken.

 

>> Kernhöhe:

Schlichte Kaltschaumkerne erreichen selten bis gar nicht die empfohlene Mindestkernhöhe von 18cm, wodurch das Material rasch ermüdet und die Matratze bald „durchgelegen“ ist. Außerdem wird bei einfachen Kernen häufig auf ein langsames Abkühlen des Schaums vor Weiterverarbeitung verzichtet, wodurch die Schaumstoffporen leicht verkleben und damit nahezu keine Luftzirkulation der Matratze besteht. Durch diesen Mangel an Transport von vom Körper produzierter Feuchtigkeit und Wärme, neigt der Schläfer zu weitaus stärkerem Schwitzen und damit unruhigem Schlafverhalten. Durch die kontinuierliche Feuchtigkeit im Matratzenkern kann es zusätzlich zu verstärkten Milbenbefall und Schimmelbildung kommen, wodurch sich auch das Krankheitsrisiko erhöht.

 

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